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I have been collecting shellack and LP-records for about 40 years and like to listen to these historical recordings and live with them. And because it is more fun to communicate, I like to share my recordings and my musical taste with others. You can write me a comment or mail me at recordplayer78 (at) gmail (dot) com. Ich spreche Deutsch and speak English!

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    Hier kommt ein Artikel über eine Sängerin, die ebenfalls in der as/ar-Serie aufgenommen hat. Ich fasse die Aufnahmen, die mir zur Verfügung stehen, an dieser Stelle zusammen und werde sie später noch einmal (anders getaggt) im "as-Project" unterbringen.

    Leider kenne ich kein Bild von der Sängerin und habe bei meinen Recherchen im Internet auch keines gefunden. Ich habe zwar bei ZVAB einen Theater- und Kunst-Almanach aus Chemnitz 1930/31 gefunden, der wohl ein Foto von ihr enthält. Er war mir aber mit 50 EUR deutlich zu teuer. Trotzdem: falls jemand Lust hat, ihn zu kaufen und mir das Bild zu schicken, wäre ich dankbar... 😊





    Zunächst zur Biografie: Ein Todesdatum ist nicht bekannt, und Ende der 30er-Jahre scheint sich ihre Spur zu verlieren. Das Sängerlexikon schreibt:

    Jungbauer, Jenny, Sopran, * 19.6.1892 Wien, † (?); nach ihrer Ausbildung in Wien begann die Künstlerin ihre Bühnenlaufbahn 1915 als Elevin am Hof- und Nationaltheater Mannheim. 1920 Gastspiel am Stadttheater (Opernhaus) von Hamburg als Königin der Nacht in der »Zauberflöte«, worauf sie an dieses Haus verpflichtet wurde, dem sie bis 1927 angehörte. Dort wirkte sie 1921 in der Uraufführung von Eugen d'Alberts Oper »Scirocco« mit. Seit 1927 lebte sie in Wien und gastierte dort 1920-33 fast regelmäßig an der Staatsoper; auch an der Wiener Volksoper aufgetreten. 1934-35 große Operettentournee zusammen mit dem Tenor Eduard Lichtenstein durch Belgien. Sehr oft war sie in Opernaufführungen des österreichischen, des deutschen wie auch des holländischen Rundfunks zu hören. 1937-38 kam es zu einer Konzertreise in die USA, die jedoch ohne wesentliche Erfolge blieb. Sie lebte dann in ihrer Heimatstadt Wien. Sie beherrschte das gesamte klassische Repertoire für Koloratursopran; dabei schätzte man die Akkuratesse ihrer Technik wie die Leichtigkeit ihres Vortrages, namentlich in Partien wie der Gilda im »Rigoletto«, der Violetta in »La Traviata«, der Titelheldin in »Lucia di Lammermoor«, der Baronin im »Wildschütz« von Lortzing, der Zerbinetta in »Ariadne auf Naxos« von R. Strauss und in Mozart-Rollen. Bedeutende Erfolge als Konzert- und Liedersängerin.

    Schallplatten: Es existieren von ihrer Stimme eine Anzahl akustischer Aufnahmen auf DGG-Polydor und auf Polyphon.

    [Nachtrag] Jungbauer, Jenny; sie war engagiert am Hoftheater von Mannheim (1915-16), am Hoftheater von Altenburg in Thüringen (1916-18), am Landestheater Darmstadt (1918-22), am Stadttheater (Opernhaus) Hamburg (1922-27) und 1927-30 am Stadttheater Chemnitz. Sie wirkte in Darmstad (nicht in Hamburg) 1921 in der Uraufführung von E. d'Alberts »Sirocco« mit. Sie gastierte 1927 an der Staatsoper Dresden, 1932 am Opernhaus von Düsseldorf und gab u.a. 1934 in Luxemburg Konzerte. Sie trat in Wien, wo sie ihren Wohnsitz nahm, noch in den vierziger Jahren im Konzertsaal auf. Aus ihrem Bühnenrepertoire sind ergänzend die Konstanze in der »Entführung aus dem Serail«, die Martha von Flotow, die Musetta in »La Bohème« und die Madeleine im »Postillon de Lonjumeau« von A. Adam zu nennen.

    [Lexikon: Jungbauer, Jenny. Kutsch/Riemens: Sängerlexikon, S. 12008 (vgl. Sängerlex. Bd. 3, S. 1749 ff.) (c) Verlag K.G. Saur]


    Auch Larry Holdrige hat kein Foto von Jenny Jungbauer...


    Larry Holdridge berichtet in seiner Internet- Liste Nr. 15 (vor ca. drei Jahren) von einem bitterbösen und beleidigenden Brief eines amerikanischen Konzertagenten, weil sie ihm wohl Geld schuldig war, und vermutet, dass sie zurück nach Österreich kehrte und später in einem Konzentrationslager umkam. Es gibt aber keinen Hinweis darauf, dass Jenny Jungbauer Jüdin war. Den letzten Beleg, den ich im Internet fand, ist vielmehr ein Konzert mit dem Gausymphonieorchester Niederdonau vom 10.X.1940, das von der "NS-Gemeinschaft "Kraft durch Freude" veranstaltet wurde. Es endete mit dem Lied "Wir fahren gen Engelland"... Ich halte es für unwahrscheinlich, dass dort eine Jüdin engagiert worden wäre.

    Quelle:  tickets.tonkuenstler.at/servicearchiv3326


    Zu den Aufnahmen:

    Der einzige Titel, der im Internet bekannt zu sein scheint, ist die Arie der Königin der Nacht aus der Zauberflöte auf 1592 as. Sie ist in einer Preiser-CD-Box über die Hamburger Oper enthalten.  Ich konnte mir vier Platten der Sängerin von einem Freund leihen, die ich hier überspielt habe. Leider ist die 65741 mit der Zauberflöte nicht dabei, so dass die Rückseite "Martern aller Arten" (1593 as) aus der Entführung weiter unbekannt bleibt. Robert Johanneson führt auf seiner Website www.78opera.com in seinen Diskografien noch folgende weitere Aufnahmen von Jungbauer auf, von denen jeweils die Matrizennummer nicht bekannt sind (und die auch in der as/ar-Serie vorkommen könnten). Es sind:

    Rigoletto: Teurer Name / Mignon: Polonaise, Gram. 65740
    Nozze de Figaro: Rosen-Arie / Il Bacio (Arditi). (deutsch gesungen?) Gram. 65742
    Rigoletto: Caro Nome (it.) / Il Bacio (Arditi) (it.), Gram. 66216

    Zusammen also maximal sieben Seiten, die fehlen (bei Il Bacio könnte auch die gleiche Aufnahme für zwei verschiedene Koppelungen verwendet worden sein). Damit sind die neun Aufnahmen unten also schon (immerhin) mehr als die Hälfte der erhaltenen Aufnahmen von Jenny Jungbauer.



    Jenny Jungbauer - Playlist


    1. 1592 as - Zauberflöte: Der Hölle Rache (Gram. 65741)
    2. 1595 as - Traviata: 's ist seltsam (Arie Teil 1) (Gram. 66010)
    3. 1596 as - Traviata: Von der Freude Blumenkränzen (Arie Teil 2)
                          (Gram. 66010)
    4. 1597 as - Barbier von Sevilla: Arie der Rosine 1. Teil (Gram. 65739)
    5. 1598 as - Barbier von Sevilla: Arie der Rosine 2. Teil (Gram. 65739)
    6. 3376 ar - Die Forelle (Schubert) Polyphon 31734 (also on Polydor 62478)
    7. 3377 ar - (a) Heidenröslein (b) Rastlose Liebe (Schubert) Polyphon 31734
                         (also on Polydor 62478)
    8. 3378 ar - Der Traum (Rubinstein) Polydor 62479
    9. 3381 ar - Der Nussbaum (Schumann) Polydor 62479

    rec. ca. early 1924, 6-9 with Piano, ar = 25 cm






    Above you find nine of a total of fifteen or sixteen published titles by the singer Jenny Jungbauer. She was born 1892 and ended her career about 1941. The Details of her older age and her death are not known. She sang in Hamburg (1922 - 1927), Chemnitz (1927-1930) and Vienna and made a not very successful trip to the USA in the second half of the thirties. Larry Holdridge suggested that she died in a concentration camp, but this is not plausible because she sang as late as October 1940 for a Nazi Organisation in Austria. So it is rather probable that she was not Jewish at all and ended her Career because of her age. It maybe a coincidence that she left Germany in 1933. 

    If anyone knows something about her or has a photo of the singer - further Details are very welcome!



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  • 03/21/18--09:52: Some re-uploads

  • Elisabeth Schumann als junge Sängerin in ihrer Hamburger Zeit

    It has been reportet to me, that 4shared is very complicated to download from some countries. As I see, 4shared gets more and more advertisements, so that sometimes you have a few similar looking "download"-Buttons and only one of them leads to the desired file and the others to spam or even harmful downloads of unwanted programs. So I reloaded many files to Mediafile, which is by now very clear and easy and has not many ads, so that this is the file hoster of my choice at the moment. Zippyshare is also fine, but the files get deleted after 30 days of not having been downloaded. And with Mega: it is easy and fine, but I can find nowhere a function (in the version free of charge) where I can see how often my files have been downloaded by others.

    Here are some of the "Oldies but Goldies" from my blog, uploaded on Mediafire:


    Hermann Weil vol. 1 Vox:
    http://www.mediafire.com/file/r1u44m6wm412vt9/Hermann_Weil_vol._1.zip

    Hermann Weil vol. 2 Odeons: 

    http://www.mediafire.com/file/td72ji3i2bu7c9h/Hermann%20Weil%20Vol.%202%20-%20Odeons.zip

    Bosetti vol. 1:

    http://www.mediafire.com/file/7uczwu5r9jrux47/Hermine%20Bosetti%20-%20Opernaufnahmen.zip

    Bosetti vol. 2:

    http://www.mediafire.com/file/c1xcqjidzsabriz/Hermine%20Bosetti%20-%20Opernaufnahmen%20Vol.%202.zip

    Hermine Bosetti



    John Gläser:

    http://www.mediafire.com/file/mqqtm8q300xvz63/John%20Gl%E4ser%20-%20Ein%20Portrait.zip

    Lotte Lehmann Sacred Songs:

    http://www.mediafire.com/file/hchtbp5hvzrgvv5/Lotte_Lehmann_-_Sacred_Songs_1929-30.zip

    Elisa Stünzner:

    http://www.mediafire.com/file/d02s0dmmmd15qwn/Die_S%C3%A4ngerin_Elisa_St%C3%BCnzner.zip

    Fritz Soot daheim (1)


    Fritz Soot:

    http://www.mediafire.com/file/gp11dnec90bg2fd/Der_Tenor_Fritz_Soot.zip

    Friedrich Schorr in non-Wagnerian roles:

    http://www.mediafire.com/file/2a6oa4zjttuhlsc/Friedrich_Schorr_in_Non-Wagnerian_Roles.zip

    Elsa Bland:

    http://www.mediafire.com/file/7kes9gy2zqzc2t7/Elsa_Bland_Preiser_CO_317.zip

    Patzak Broadcast:

    http://www.mediafire.com/file/xf957sbmknsp94v/Julius_Patzak_-_Broadcast_recordings.zip

    Charlotte Viereck:

    http://www.mediafire.com/file/bcaqt8bs3ztazrd/Charlotte_Viereck_VOX_neu_2016.zip

    Elisabeth Höngen Frauenliebe und -leben:

    http://www.mediafire.com/file/31kvp8tkcanmso5/Elisabeth_H%C3%B6ngen_-_Frauenliebe_und_-leben.zip

    Elisabeth Schumann Allegro LP:

    http://www.mediafire.com/file/n5ahco5m2gu7pp6/Elisabeth_Schumann_Allegro_LP_MP3.zip

    Elisabeth Schumann Wolf AL LP:

    http://www.mediafire.com/file/5a5brvfuvx2lxv6/Elisabeth_Schumann_Wolf_AL_98.zip

    Hulda Lashanska:

    http://www.mediafire.com/file/swcgumle88o612e/Hulda_Lashanska_-_A_Lieder_Recital_-_Victor_M_612.zip

    Grete Stückgold 1921-24:


    Richard Crooks in Song:


    Fritz Soot daheim (2)
    Da ich gehört habe, dass 4shared aus manchen Ländern kaum für Downloads anzusteuern ist und auch dort die Werbung immer aufdringlicher und lästiger wird, bevorzuge ich nun derzeit wieder Mediafile und habe einige alte Dateien aus früheren Beiträgen auch dort hochgeladen, damit sie besser zur Verfügung stehen. Falls mir jemand sagen kann, wo und ob ich beim kostenlosen MEGA-Account ablesen kann, wie oft eine Datei heruntergeladen wurde, werde ich auch dort wieder mehr hochladen.  Ansonsten werde ich die links auch auf den jeweiligen Seiten noch einzeln einfügen, wenn ich wieder etwas mehr Zeit habe. Demnächst geht es dann hier mit as-Aufnahmen weiter...

    Fritz Soot daheim (3)


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    Richard Mayr, ungefähr zur Zeit seiner as-Aufnahmen





    Mayr, Richard, Baß, * 18.11.1877 Henndorf bei Salzburg, † 1.12.1935 Wien. Sein Vater war der Besitzer des Salzburger Gablerbräus; er studierte zuerst Medizin an der Wiener Universität und war während dieses Studiums Mitglied des Wiener Akademischen Gesangvereins. Er ließ dann aber seine Stimme am Konservatorium der Stadt Wien ausbilden. 1900 sang er in Bozen das Baß-Solo in der Missa solemnis von Beethoven, dann in Wien im Requiem von A. Dvorák. 1902 wurde er durch Gustav Mahler direkt an die Wiener Hofoper engagiert (Antrittsrolle: Silva in Verdis »Ernani«), deren Mitglied er bis zu seinem Tod geblieben ist. Er gehörte während dieser langen Zeit zu den beliebtesten Künstlern der österreichischen Metropole. 1902 wirkte er bei den Festspielen von Bayreuth mit, wo er (einen Monat vor seinem Debüt in Wien, nachdem der Konzertmeister der Wiener Hofoper ihn Cosima Wagner empfohlen hatte) den Hagen in der »Götterdämmerung« sang, den er 1904, 1908 und nochmals 1924 in Bayreuth wiederholte. Er sang dort auch den Pogner in den »Meistersingern« und 1910-14 den Gurnemanz im »Parsifal«. Die letztgenannte Partie übernahm er dann auch 1914 bei der Wiener »Parsifal«-Premiere. 1910 wirkte er in München als Solist in der Uraufführung der 8. Sinfonie von Gustav Mahler mit. Seit 1905 immer wieder zu Gast am Opernhaus von Frankfurt a.M. Bereits bei den Salzburger Mozart-Festen von 1906 und 1910 hatte man ihn als genialen Mozart-Interpreten gefeiert. Seit dem Beginn der eigentlichen Salzburger Festspiele im Jahre 1922 stand er im Mittelpunkt dieser Veranstaltungen. Er sang dort im einzelnen den Figaro in »Figaros Hochzeit« (1922, 1925-27, 1929-30), den Leporello im »Don Giovanni« (1922, 1925-27, 1929-31), den Sarastro in der »Zauberflöte« (1928, 1931-33), den Dr. Pandolfo in »La serva padrona« von Pergolesi (1926, wobei er selbst auch Regie führte), den Don Pasquale von Donizetti (1925, 1930), den Rocco (1928, 1930) wie den Minister (1933) im »Fidelio«, den Marke im »Tristan« (1933-34), an erster Stelle aber seine unvergleichlichen Ochs auf Lerchenau im »Rosenkavalier« (1929-32 und 1933-34), den er auch schon bei der Wiener Erstaufführung dieser Richard Strauss-Oper 1911 gesungen hatte. (Strauss wie der Librettist Hugo von Hofmannsthal bezeichneten ihn als »den Ochs schlechthin«). Dazu trat er bei den Salzburger Festspielen immer wieder in Oratorien und Konzerten auf; 1925 gab er den ersten Liederabend überhaupt im Rahmen der Festspiele. Am 1.4.1914 sang er an der Wiener Hofoper in der Uraufführung der Oper »Notre Dame« von Franz Schmidt, am 10.10.1919 an der Wiener Staatsoper in der Uraufführung der Richard-Strauss-Oper »Die Frau ohne Schatten« die Partie des Barak. 1931 sang er dort in der Erstaufführung von Mozarts »Idomeneo« in einer Bearbeitung von Richard Strauss. 1933 wirkte er in der Wiener Premiere von »Arabella« als Waldner mit, 1934 in der Uraufführung der Oper »Das Veilchen« von Julius Bittner. Gastspiele brachten ihm an den großen Operntheatern in aller Welt bedeutende Erfolge ein; in den Jahren 1927-30 war er an der Metropolitan Oper New York tätig (Antrittsrolle: Pogner in den »Meistersingern«). Man hörte ihn dort als Landgrafen im »Tannhäuser«, als Hunding in der »Walküre«, vor allem aber als Ochs. 1924-31 gastierte er an der Covent Garden Oper London, u.a. als Figaro in »Figaros Hochzeit«, als Daland im »Fliegenden Holländer«, als Pogner, als Marke und als Gurnemanz, und wiederum in seiner Glanzrolle, dem Ochs im »Rosenkavalier«. Nicht weniger berühmt als Konzert- und Oratorienbassist. - Prachtvolle, dunkel timbrierte Baßstimme, sowohl im seriösen als im Buffo-Fach von größter Überzeugungskraft. Dazu galt er als hervorragender Darsteller, unübertroffen in seiner Charakterisierungskunst.

    Lit: O. Kunz: »Richard Mayr« (Vorwort von Lotte Lehmann, Salzburg, 1953).

    Schallplatten der Marken G&T (Wien, 1905), HMV (u.a. Kurzfassung des »Rosenkavaliers«, 1934), Odeon (1914), Polydor, Columbia (9. Sinfonie unter Weingartner), Christschall (Krönungsmesse und Requiem von Mozart). Auf Koch/ Schwann wurden Archiv-Mitschnitte von Aufführungen der Wiener Staatsoper herausgebracht, in denen er u.a. als Ochs und als Hunding zu hören ist.

    [Nachtrag] Mayr, Richard; er gastierte 1919 und 1927 an der Staatsoper von Dresden als Ochs im »Rosenkavalier«, 1915 und 1925 an der Hof-bzw. der Staatsoper München.

    [Lexikon: Mayr, Richard. Kutsch/Riemens: Sängerlexikon, S. 15951 (vgl. Sängerlex. Bd. 3, S. 2285 ff.) (c) Verlag K.G. Saur]



    Richard Mayr in seiner Heimat Henndorf bei Salzburg


    Der Bass Richard Mayr hatte eine lange und erfolgreiche Karriere und hat in der Zeit von 1905 bis fast zu seinem relativ frühen Tode 1935 viele Schallplatten aufgenommen. Seine Aufnahmen in der as-Serie der Deutschen Grammophon entstanden an drei verschiedenen Terminen. Man kann vermuten, dass mindestens ein unbekannter Titel (545 as, evtl. 685f. as) unveröffentlicht geblieben ist. In meiner Playlist unten fehlt von den bekanntgewordenen Titeln nur 1580 1/2 as, die Ballade "Der Wirtin Töchterlein" von Loewe. Sie erschien 1924 oder 1925 gekoppelt mit der Wiederveröffentlichung der zwei oder drei Jahre älteren Aufnahme des Gebetes aus Lohengrin. Die Aufnahme wird später nachgereicht. Ich habe die Titel von Preiser-LPs überspielt, wo der letzte Titel nicht veröffentlicht wurde. Er ist aber auf der Preiser-CD über Richard Mayr mit aufgeführt. Vielleicht hat ein Leser die CD und kann mir den Loewe-Titel zusenden (wav-Datei oder MP3 mit möglichst 256 kB/s).


    Richard Mayr - The as-recordings 



    538 as - Jüdin: Wenn ew'ger Hass (Gram. 65652)

    539 as - Lohengrin: Mein Herr und Gott (Gram. 65653)

    544 as - Elias: Herr Gott Abrahams (Mendelssohn) Gr. 65624

    546 as - Schöpfung: Rollend in schäumenden Wogen (Haydn) Gr. 65624

    547 as - Barbier: Die Verleumdung, sie ist ein Lüftchen (Gram. 65652)

    684 as - Eugen Onegin: Ein jeder kennt die Lieb auf Erden (Gram. 65653)

    1576 as - 1577 as - Grenzen der Menschheit (Schubert) Gr. 65820

    1578 as - 1579 as - Greisengesang (Schubert) Gr. 65821


    538-547 as rec. ca. Sept. 1921, 684 as rec. Spring 1922, 1576-1579 as rec. early 1924


    DOWNLOAD 256 kB/s






    Above you find 10 of the 11 sides in the as-series of the basso Richard MAYR (18.XI.1877 to 1.XII.1935). He had a great career, mainly based in Vienna, and also international (Covent Garden, Met). Over 22 years he sang different roles in Bayreuth and was co-founder and one of the columns of the 1922 founded Salzburg Festival. He sang at the premiere of Mahlers 8th Symphony and and and. He made many good recordings, also on Deutsche Grammophon in the as-series. Only one recording is missing ("Der Wirtin Töchterlein" by Loewe on 66129), which will be added later (I hope. I transfered the recordings from Preiser LPs, where the title is missing. If you owe the Preiser CD devoted to Richard Mayr, where this title is included, please send the title to me, preferably in 256 kB/s MP3 or as wav/flac).



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    It is a bit artificial and unnatural just to concentrate on the 30 cm recordings, but at the beginning of my collection of numbers I was mainly focused on the as-recordings and did not collect the data of the relating ar-numbers of the 25 cm-recordings made by the same engineer. I changed this a few years ago, but today my knowledge about the 25 cm ar-matrix numbers is smaller than that about the as-recordings. I am working to publish a "beta-Version" of the ar-numbers discography, but things are much more complicated with this series. At first, the sum of the made recordings is much bigger than that of the as-recordings. When the as-series finished at the end of 1925 or the beginning of 1926 with the number 2212 as, the ar-numbers were about 3800 (i.e. 3811 1/2 ar is a recording of Lucie Bernardo and is made about December 1925). And, with the smaller "cheaper" format, many of the recordings made were popular music or dance band music. This is an area of knowledge I am not familiar with, and many of the recorded popular recordings are as rare as the classical ones of the same series and no sources for them can be found.

    Only some of the 30 cm-recordings were made in foreign countries outside Germany. With the 25 cm-recordings this was much more common, and there are many gaps in numbering where probably recordings were made in Greece, Turkey and other countries I have no connections to. The practice of making foreign recordings was already existent in the years 1920-1925, but after this it seems that the production of further ar-recordings has gone entirely into the foreign countries. A reason may be, that in these technically underdeveloped countries it was still possible to sell acoustic recordings, and maybe it was in the first years of the electrical recording process easier to transport the acoustical recording equipment than large microphones and amplifiers, which needed a stable electrical supply to work properly. So it comes that many acoustical recording in the ar-series were made from 1926 on in i.e. Arabian countries or Greece. Even if there are many gaps, it can be seen that about the end of 1926 and the beginning of 1927 there was also a recording series in Copenhagen, (numbers about 4700 ar to 4791 ar) and a recording series in Vienna (4800 ar to ca. 4900 ar). 5037 ar and 5073 ar is from Sofia (Bulgaria). The highest known numbers are 5453/54 ar and 5467/68 ar with recordings from Greece. These must be made near the end of 1927, when the electrical recording process was common everywhere else in technical developed countries.



    Example for foreign popular recordings: unknown ar-number - Number ist scored out in wax and not readable, "ar" can be deciphered  (Photo is from Ebay, no further informations)


    I have concentrated on the classical and vocal recordings in the ar-series, and I will publish some of them later. For today I am giving a table where the relation between the as- and ar-series can be seen.






    Zusammengehörige, vermutlich am gleichen Tag aufgenommene Titelauf 30 cm (as) und 25 cm (ar) Platten:

     (corresponding as- and ar-Numbers:)



    Interpret        
    as-Nummer               
    zugehörige ar-Nummer



    RUNGE
    4/5 as
    71/72 ar
    Kapellmeister Max TAUBER
    13/14 as
    76/77 ar
    Orch. Württ. Landestheater, Fritz BUSCH
    15-18 as
    92-95 ar
    MELCHIOR
    313/314 as
    742½-746 ar, 766-776 ar
    MELCHIOR
    313/314 as
    (evt. 842-5 und 856-61 ar?)
    PATTIERA 
    324 as
    893 ar
    HAFGREN-DINKELA
    329-339 as
    901 ar
    ONEGIN
    355-363 as
    943-45 ar
    JADLOWKER
    384-391 as, 410-415 as
    979-989 ar
    KAPLICK
    441 as
    1088-1091 ar
    SCHORR
    465-68 as
    1108/9 ar



    SCHLUSNUS
    477-79 as
    1110/1 ar
    SCHORR
    480/1 as
    1112/3 ar
    PATTIERA
    532-5 as
    1123-27 ar
    MAYR
    538 - 546 as
    1132/33 ar
    STÜCKGOLD                                 
    554 as
    1135 ar
    HANSEN
    560 as
    1162/1182-83./1191 ar
    MAYR
    684 as
    1393-1403 ar
    SCHLUSNUS
    740-43 as
    1470 ar
    TAUCHER
    749-758 as
    1495/96 ar
    SOOT
    748-58 as
    1494/5 ar
    WILDBRUNN                        
    771-3 as (813-5 as?)
    1534 ar
    Salonorchester GILARDELLI
    886-887 as
    1741-1742 ar
    OESTVIG
    904-909as
    1943-4 ar
    REHKEMPER
    917-22 as
    1951-54 ar
    PICCAVER
    1368-1385 as
    2575-2595 ar
    MAYR (3338 ar evtl. später einzeln?)
    1576-79 as
    3338 ar
    BOHNEN
    (1685-87 as) 1895-1901 as
    3499-3500 ar
    LINDBERG                 
    2007/8 as
    3551/3553 ar
    SCHLUSNUS
    2067-69 as
    3578-82 ar
    SCHLUSNUS
    2158 as
    3643 ar




    Hüni-Mihacsek, Matrix 1665 ar


    Es wird Zeit, auch etwas über die zur as-Serie zugehörigen Aufnahmen auf 25 cm-Platten zu sagen, da sie zusammen entstanden sind und man die eine Serie nicht ohne die andere betrachten kann. Oft wurden in der gleichen Aufnahmesitzung Aufnahmen auf 30 cm- und auf 25 cm-Matrizen vorgenommen. Für die Datierung hilft es, solche Zusammenhänge zu betrachten, und dazu dient die obenstehende Tabelle. Sie ist nicht vollständig, gibt aber einen ganz guten Überblick.

    Die ar-Serie (25 cm-Platten) begann vermutlich etwas vor den 30 cm-Aufnahmen. Die ersten Titel waren Aufnahmen von Otto Reutter, die wohl spätestens im Oktober 1919 entstanden sind. Kurz danach wurde auch die "ernste" Musik in Angriff genommen, und eine Menge Opern- und Klassikaufnahmen entstanden in der Zeit bis Anfang 1926. Sänger, die 30 cm-Platten aufgenommen haben, haben meistens auch 25 cm-Aufnahmen gemacht. Diese waren im Verkauf billiger, aber auch nicht so "exklusiv" wie die 30 cm-Aufnahmen. Trotz dieser Koppelung der beiden Serien bei Aufnahmen mit klassischer Musik sind in der ar-Serie in erster Linie Aufnahmen mit Unterhaltungs-Musik gemacht worden.

    Dies war mit ein Grund, dass ich als Klassik- und Gesangsfreund in früheren Jahren die Daten von ar-Matrizen nicht sehr intensiv gesammelt habe und deshalb heute nicht so viel Wissen darüber habe wie über die as-Nummern. Ich hoffe aber, dass ich demnächst eine erste fragmentarische Aufstellung von ar-Nummern veröffentlichen kann. Bisher habe ich erst ca. 10 Seiten Angaben aufgelistet, gegenüber mehr als 40 Seiten für die as-Serie, die insgesamt nur weniger als halb so viel Aufnehmen umfasst.

    In der Zeit um den Jahreswechsel 1925/26, als die letzten veröffentlichten as-Aufnahmen gemacht wurden (2111/ 2112 as von Leo Schützendorf), waren bereits ca. 3800 Aufnahmen in der ar-Serie entstanden. Währen die 30 cm-Aufnahmen mit dem Aufkommen des elektrischen Aufnahmeverfahrens eingestellt wurden, wurde die 25 cm ar-Serie anscheinend noch ungefähr ca. zwei Jahre im Ausland weitergeführt. Dies mag daran gelegen haben, dass in technisch unterentwickelten Ländern wie den arabischen Ländern, der Türkei, Griechenland oder Bulgarien die elektrisch verstärkten Abspielgeräte noch überhaupt nicht verbreitet und zu teuer waren, so dass die Vorteile des neuen Aufnahmeverfahrens nicht zur Geltung kamen. So blieb das akustische Verfahren noch länger konkurrenzfähig als in Westeuropa. Auch vermute ich, dass die Aufnahmeapparatur selbst, die ja überall an die Orte, wo die Aufnahmen gemacht wurden, mitgenommen werden musste, für akustische Aufnahmen handlicher und kleiner war als die ersten elektrischen Röhren-Verstärker und empfindlichen Mikrophone. Und zuletzt wird die elektrische Aufnahmeapparatur auf ein stabiles Stromnetz angewiesen gewesen sein, das in technisch unterentwickelten Ländern zwischen 1926 und 1927 wohl eher nicht zur Verfügung stand.

    Aus der Zeit ab 1926 sind nur wenige Aufnahmen bekannt, und es gibt große (Wissens-)Lücken in der numerischen Abfolge der ar-Nummern. Ich gehe aber davon aus, dass zu jeder Nummer auch eine Aufnahme gemacht wurde, so dass uns die Angaben zu ca. 1500 Aufnahmen fehlen. Man kann aber erkennen, dass um den Jahreswechsel 1926/27 noch eine Aufnahmeserie in Kopenhagen stattfand (ca. 4700 bis 4791 ar) und wenig später in Wien (ca. 4800 bis 4900 ar). Von diesen Platten lassen sich in unseren Breiten hin und wieder Exemplare finden. Es gibt aber noch viel mehr, und aus der Menge der aufgenommenen Platten sind mir (durch Hilfe von...) nur Aufnahmen aus Bulgarien (5037 ar und 5073 ar) bekannt. Die letzten und höchsten bekannten ar-Nummern sind 5453/54 ar und 5467/68 ar für Aufnahmen aus Griechenland. Diese dürften Ende 1927 oder wenig später entstanden sein.

    Da es in dieser Serie so viele Aufnahmen gibt, die von wenig Interesse für Opernfreunde sind, werde ich eine Serie mit ar-Aufnahmen starten, die ich "Selected ar-Recordings" nennen werde. Ich werde dabei nur die für mich interessanten bzw. die überhaupt zugänglichen Titel veröffentlichen - im Gegensatz zur as-Serie, wo ich versuchen will, möglichst jede Platte, die ich bekommen kann, auch hier im Blog zur Verfügung zu stellen.

    Zu erwähnen bleibt noch, dass es beim dänischen Zweig der Gramophone Company ebenfalls eine Matrizenserie mit dem Kürzel AR gab, die ähnlich wie die kleingeschriebenen ar-Nummern, um die es hier geht, ungefähr Anfang 1920 gestartet wurde. Die Buchstaben dort werden jedoch immer groß geschrieben, und es handelt sich um 30 cm-Platten, die mit der hier besprochenen Serie nicht zu tun hat.


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  • 04/03/18--10:05: Selected ar-Recordings (1)
  • Auch wenn ich nicht vorhabe, alle verfügbaren Aufnahmen aus der ar-Serie hier anzubieten, wird es nach dem letzten Artikel doch jetzt Zeit, hier ein paar schöne 25 cm-Aufnahmen aus der ar-Serie zu präsentieren. Als erste Auswahl habe ich einen bunten Strauss mit fünf verschiedenen Sängern und Sängerinnen zusammen gestellt.


    Hermann Jadlowker privat mit Boheme-Partitur, Verlag Hermann Leiser 5167 

    Den Anfang macht Hermann Jadlowker, der 14 Titel in der as-Serie aufgenommen hat. Dazu kamen 8 bisher bekannte Titel auf ar, von denen ich hier sechs anbieten kann. Es handelt sich um Aufnahmen mit sechs Liedern von russischen Komponisten, nämlich Tschaikowsky und Gretchaninov. Die beiden fehlenden ar-Aufnahmen sind ein kurzer Ausschnitt aus Lohengrin auf 979 ar und das Lied "Eros" von Grieg auf 988 ar. Falls es in der gleichen Zeit noch mehr Aufnahmen gab, wurden sie nicht veröffentlicht.


    Die nächsten drei Sänger wurden bereits in der as-Serie vorgestellt, und ich nutze hier die Gelegenheit, die jeweils zwei 25-cm-Aufnahmen, die neben der 30 cm-Serie erstanden sind, nachzureichen. Es sind je zwei Aufnahmen von Curt Taucher, Karl Aagaard Oestvig und Selma Kurz.


    Selma (Halban-) Kurz bei der Handarbeit, Foto von 1911

    Und dann fand ich noch drei Aufnahmen aus der ar- Serie auf einer Piccaver-CD, die ich hier auch noch zufüge. Alfred Piccaver hat, wenn ich richtig zähle 17 Aufnahmen in der as-Serie gemacht (die eine überzählige Aufnahme wurde immer mit einer Aufnahme von Lauritz Melchior gekoppelt angeboten), die auch noch hier in diesem Blog veröffentlicht werden sollen. Es sind besonders viele Arien in Originalsprache (italienisch und französisch), die er in dieser Serie hinterlassen hat. Hier sind noch drei von insgesamt 18 Aufnahmen aus der ar-Serie. Ich hoffe, im Laufe der Zeit kann ich noch mehr davon zusammentragen. Die spätakustischen Aufnahmen von Piccaver sind nicht leicht zu finden, während die elektrischen Aufnahmen relativ gängig sind. Neben diesen hat er noch für Odeon (1912-14) und für VOX aufgenommen (ca. 1920).


    Alfred Piccaver, Werbefoto für die hier vorgestellten Aufnahmen
    für das Schaufenster von Schallplattengeschäften


    Selected ar-Recordings (Vol. 1)

    Hermann Jadlowker:

    982 ar - Kein Wort Dir, der Freude oder Klage Op. 28.5  (Tschaikowsky) Gr. 70640
    983 ar - Serenade des Don Juan (Tschaikowsky) Gr. 70640
    984 ar - Warum Op. 6.5 (Tschaikowsky) Gr. 70645
    985 ar - Heimat Op. 1.4 (Gretschaninov) Gr. 70634
    986 ar - Wiegenlied Op. 1.5 (Gretschaninov) Gr. 70634
    987 ar - O du mondhelle Nacht Op. 73.3 Op. 6.5 (Tschaikowsky) Gr. 70645

    Curt Taucher: 

    1494 ar - Siegfried Schmelzlied (Gram. 70668)
    1495 ar - Siegfried Schmiede mein Hammer ein hartes Schwert (Gram. 70669)

    Karl Aagaard Oestvig:

    1943 ar - Zueignung (Strauss) 70665
    1944 ar - Ich liebe Dich (Strauss) 70666

    Selma Kurz:

    2489 ar - Ballo in Maschera - Saper voreste  70674
    2490 ar - Ave Maria (Bach-Gounod) 70675

    Alfred Piccaver:

    2580 ar - La Boheme - Testa adorata (Leoncavallo) 70678
    2586 ar - Pour un baiser (Tosti) 70685
    2587 1/2 ar - Fedora - Amor ti vieta (Giordano) 70682


    982 ar - 987 ar rec. early 1921, 1494 ar - 1495 ar rec. early 1922,
    1943 ar - 1944 ar rec. ca. Oct. 1922, 2489 ar - 2490 ar rec. ca. Juli 1923 ,
    2580 ar - 2587 1/2 ar rec. ca. July/Aug. 1923


    DOWNLOAD MEDIAFIRE MP3 256 kB/s



    Here are the first of my "Selected ar-Recordings". The collection gives the 25 cm-recordings of Curt Taucher, Selma Kurz and Karl Aagaard Oestvig, which belong to the as-recordings already published. And additional there are six of the eight ar-recordings of Hermann Jadlowker and three of the eighteen ar-recordings done by Alfred Piccaver. The selection will be continued, and all recordings are tagged in a way that you can copy them in one big Folder and get the recordings listed in chronological order.

    More of Jadlowker, namely his complete electric recordings, can be found on my blog here:
    https://recordplayer78.blogspot.de/2016/02/hermann-jadlowkers-complete-electric.html



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    Mit Hilfe meines Lesers "trishengrin" aus New Hampshire, USA, kann ich hier die kompletten Aufnahmen präsentieren, die Jaques Urlus auf niederländisch in der as-Serie gemacht hat. Es fällt auf, dass kein einziger Wagner-Titel bei den Aufnahmen ist. Sie entstanden im Sommer 1923 (ich schätze im August), kurz bevor er für den Rest des Jahres auf Amerika-Tournee ging. Jaques Urlus (1867-1935) hatte eine lange Karriere und machte Aufnahmen zwischen 1901 (auf Pathé) und 1927 (zwei elektrische Aufnehmen auf Odeon). Die spätakustischen Aufnahmen, die hier präsentiert werden, werden im Sängerlexikon von Kutsch/Riemens nicht erwähnt.



    Jaques Urlus als Tristan. Er sang diese Rolle zuletzt in seinem 65. Lebensjahr!

    Jaques Urlus - as-Recordings


    1315as       Tosca (Puccini): En de sterren zij straalden (E lucevan le stelle)          H22001


    1316as       Pagliacci (Leoncavallo): Thans spelen (Vesti la giubba)                         H22002


    1320as       Faust (Gounod): Gegroet, verblijf (Cavatina)                                             H22009


    1321as       Tosca (Puccini): Welk zachte harmonie (Recondita armonia)              H22000


    1322as       Trovatore (Verdi): O, gij mijn een'ge hoop (Ah! si ben mio)                 H22004


    1323as       Aida (Verdi): O waar'ik veldheer thans (Celeste Aida)                          H22006


    1324as       Carmen (Bizet): Bloempje, det gij mij hebt gegeven (La fleur)             H22005


    1325as       Huguenots (Meyerbeer): Rein als de sneeuw (Plus blanche)                H22008


    1326as       Africaine (Meyerbeer): O Paradijs                                                               H22007


    1327as       Cavalleria Rusticana (Mascagni): Moeder de wijn was al te vurig      H22003


    1328as       Stabat Mater (Rossini): Cujus animam                                                    J22011, H22011?


    1329as       Ave Maria (Gounod)                                                                                      J22012, H22012?

    all recorded summer 1923

    DOWNLOAD MEDIAFIRE MP3 256 kB/s


    Urlus als Parsifal



    Instead of posting the entry of the Sängerlexikon of Kutsch/Riemens I quote from the CD inlay of the album Symposium 1433 about Urlus, which gives a solid biographical scetch. It is a pity that this fine record project Symposium does not exist anymore, but I was lucky to buy about 50 albums from an Ebay seller who sold off the remains of their CD stock. Here is the text, the author is not given. 


    Jacques Urlus was born in 1867 at Hergenrath, a small town near Aix-la-
    Chapelle, then in Germany now in Belgium. However, he was Dutch by parentage,
    his father being from Limburg and his mother from Tilburg. When he was one
    year old the family moved to his mother's birthplace. He went to the Fraterschool
    until he was 12 years old and he was a boy soprano in the local church choir. His
    father had a good baritone voice which he exercised with a wide range of operatic
    arias. The boy, deciding on a career in music, was able to study the rudiments and
    to buy a cornet, a piano being beyond the family's means, which he was allowed to
    practice in an outhouse at the bottom of the garden. After school he was
    apprenticed to a blacksmith and at 15 joined his father at a steel mill in Utrecht.
    The following year a friend took him to the Fidelio Club where, after only two
    weeks, he was invited to sing a solo in a performance of Haydn's Die Jahreszeiten.
    After a further year he moved to the choir of the Minnebroeder Kerk, but the fair
    there was largely Gregorian chant, which did not appeal to him. Hence, a further
    move, this time to the Augustinerkerk, where he was able to take part in the great
    masses of Haydn, Beethoven and Mozart. There being still no piano at home,
    practice was regulated with a tuning fork.

    At 19 military service called him to Zeist. An officer hearing him arranged
    for him to enter the Brussels Conservatoire, but, fundless, he could not avail
    himself of the offer. On completion of service he returned to Utrecht and joined
    five music societies with the informal arrangement that he sang solos in lieu of
    membership subscriptions, but he still had to find money for outfit and fares. On
    being asked to sing for the Association of Church Choirs he said that his fee would
    be 15 Guilders. It was granted. For his next engagement, a cavalry reunion, he
    asked for 35 Guilders. This also was granted. The cavalry paid him scant attention,
    but the pianist accompanying him thought him worth recommending to the local
    opera manager and its leading baritone. Promises were not fulfilled. In 1893 he
    married Hendrika Jacobs, who remembered him favourably from his days at the
    Augustinerkerk. Her words of encouragement helped him forward and her work as
    a dressmaker helped their finances. There were four sons and one daughter. The
    quality of his singing was again brought to the notice of the local opera manager.
    This time he was asked to audition for the conductor Kees van der Linden. After
    some delay a contract resulted for him to sing the roles of Manrico and Wilhelm
    Meister, but with the clause that he must take lessons.

    The counsel of the majority of his acquaintances was that, with a young
    family, he should stick to his trade. However his wife urged him to accept. He did
    accept and studied for three months with Hugo Nolthenius. On the basis of a 20
    Guilders weekly advance he was then able to move to Amsterdam for three years of
    study under Antoon Averkamp and Cornélie van Zanten. He took the opportunity
    of reading and studying intensively at the university library and the state museum.
    In 1887 Urlus made his début on the concert platform in Utrecht. His début
    in opera followed in 1894 when he appeared as Beppo in Pagliacci as a member of
    the Netherlands Opera in Amsterdam. His first real success was an appearance in
    Joseph by Méhul in which he replaced an inadequate tenor. He travelled with the
    company all over the Netherlands gaining much experience. However, at the end
    of the season, when the management announced a general cut of 25 %, he
    auditioned at the Royal Flemish Opera of Antwerp. He was offered 300 francs per
    month, but could not move, so he said, without consulting his wife. In fact he
    showed the new contract to his Dutch employers who promptly re-employed him at
    his previous salary. This sort of manoeuvre became a fairly regular feature of
    Urlus's career, whilst, be it noted, he never actually broke a contract. Such
    manoeuvres did not always work; on a later occasion he misplayed his hand
    thereby losing an important chance to sing in Berlin.

    Urlus showed his worth when the company's first tenor, Desiré Pauwels, fell
    ill he was able to sing Tannhäuser at short notice in German. At this time he began
    to sing on the concert platform and also he was able at last to buy a piano. When,
    in the following season Pauwels decamped to the French Opera at the Hague, Urlus
    was given a rise and told to prepare Lohengrin. He also appeared in Aïda, Carmen,
    Faust and Die Walküre. During his fourth season ( 1897/1898) he sang with Sigrid
    Arnoldson and Francisco d'Andrade. Perhaps becoming aware of their fees, hebegan to look around.

    Urlus made his début abroad as Lohengrin at Hanover. Afterwards he and
    Cato Engelen-Sewing, a colleague in the company, travelled on to Bayreuth to
    audition for Cosima Wagner. No offer resulted, but on the way home he stopped at
    Frankfurt-am-Main to sing for the director Claer. He was at once offered a contract
    for 5 years at 20,000 Marks per annum, but as the director would not agree to leave
    of three months if invited to sing at Bayreuth, he returned to Amsterdam and much
    lesser pay. In 1900 he moved to Leipzig with the position of first tenor. The
    director, Staegemann undertook to arrange guest appearances for him at Berlin,
    Dresden and Vienna. In his first season he sang Nureddin (Barbier von Bagdad),
    Oberon, Samson, Siegfried, Siegmund, Tristan, and Walther. At this time also he
    sang the Evangelist in the St. Matthew Passion under Willem Mengelberg. He
    continued to sing in Leipzig well into the 1920s. In his autobiography he
    particularly recalled singing parts of the Ring Cycle in 1905 with Lilli Lehmann,
    Nikisch conducting. By then she had silver hair but her voice was still magnificent.
    She took work very seriously; including singing in full voice at all rehearsals. A
    disagreement with Mahler precluded appearances in Vienna until 1908.
    Urlus sang all over Europe, particularly in German and Dutch speaking areas
    in which he sang the languages accordingly. His Covent Garden début was as
    Tristan under Sir Thomas Beecham in 1910 and until 1914 he appeared every
    season in the big Wagnerian roles. He first appeared at Bayreuth in 1911 singing
    Siegmund with Minnie Saltzmann-Stevens as Sieglinde, Ellen Gulbranson as
    Brünnhilde and Walter Soomer as Wotan. Siegfried Wagner thought extremely
    highly of him. Tristan in Boston marked the occasion of Urlus's American début in
    1912. Isolde was sung by Gadski. However, a greater impression was made on
    Urlus by Nordica who sang succeeding performances. Sight-seeing in New York's
    February weather brought on a cold so that his début at the Metropolitan Opera in
    1913 was spoiled. Subsequent appearances, however, gained for him great praise
    for voice, musicianship and acting. In 1914 the copyright on Parsifal ran out
    allowing Urlus to sing the first performances in Leipzig and Covent Garden. A
    critic at this time complained that wear was evident in Urlus's voice, but if it was it
    was not reported or evident elsewhere.

    1914. After covering for von Bary as Siegfried in Bayreuth, Urlus collected
    his belongings from Leipzig and returned home. In October he sailed for New
    York on a four-year contract with Gatti-Casazza. The list of operas in which he
    appeared includes: Fidelio, Die Götterdämmerung, Lohengrin, Die Meistersinger,
    Parsifal, Siegfried, Tannhäuser, Tristan und Isolde, Die Walküre and Die
    Zauberflöte. His concert programmes included, besides Lieder, arias from operas
    in which he not appear, L'Africaine, for example, and also arias from oratorios such
    as Elijah. When the United States entered the war transatlantic travel became
    dangerous and Gatti Casazza advised Urlus to remain there with his family. Urlus,
    however, decided to return to Holland. The journey took a month and it became
    impossible to return to the United States in time for the new season. Gatti Casazza,
    performances of German operas being cancelled, was doubtless relieved to have an
    excuse to inform Urlus that his contract was annulled.

    In 1918 Urlus began to rebuild his career. He sang Das Lied von der Erde in
    a performance conducted by Willem Mengelberg and he was soon engaged for 20
    guest appearances per annum at Leipzig. Next he was asked to appear on the
    concert platform at Copenhagen, Gothenborg and Stockholm. These appearances
    led to guest performances as Canio and Lohengrin which he sang in Dutch and
    German respectively. After the Armistice he sang at the Volksoper, Berlin until
    inflation took hold. In 1921 Mengelberg mounted a major Mahler Festival in
    Amsterdam. Urlus was engaged for Das klagende Lied, Lieder eines fahrenden
    Gesellen and the eighth symphony.

    He returned to the United States in 1923 as a member the German company
    at the Manhattan Opera House. The takings at the box office were such that at the
    end of the originally booked three weeks the company moved to the Lexington
    Theatre for further four weeks. On his return to Europe Urlus sang at Zoppot and
    the following year he was at Covent Garden for the first post-war Grand Opera
    season in which he shared Siegmund and Tristan with Melchior and Soot.
    At the start of 1926 Urlus was heard by wireless from Berlin and in the

    1926/1927 season he appeared at the Berlin State Opera some 24 times; 
    at the age of 63 he was still singing Florestan, Parsifal, Siegfried and Tristan. After an
    appearance as Walther von Stolzing in 1932 there were a few concerts, the last
    including Das Lied von der Erde. He was to have sung in Munich in the summer
    of 1933, but on arrival there was a brush with officials over the position of his
    name on posters. Apparently the Führer and Minister for Culture were to attend
    and would expect the names of German artists to take precedence. Urlus got back
    into his car and drove home.

    Urlus underwent an operation in 1934 and he died suddenly in 1935. A
    square in the town of Leiden is named after him.

    Frequent appearances in Wagnerian roles led to Urlus being thought a
    Heldentenor, but he was equally at home as Tamino, Faust and George Brown (La
    Dame Blanche) and records from Euryanthe and Les Huguenots suggest, he was
    perhaps nearer to Slezak or Knote then to Melchior. Be that as it may, in the big
    Wagnerian roles he and Lauritz Melchior are generally considered the supreme
    artists of the twentieth century. If Melchior is now the best remembered it is on
    account of his making many more records than Urlus and, moreover, mainly by the
    electric process. Both of them sing; there is not the smallest hint of Bayreuth-bark.
    (Jean de Reszke and Hermann Winkelmann were essentially 19th-century artists
    and in any case their recordings are so limited in number and are so unsatisfactory
    technically that legitimate comparisons are not possible.)




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    Im Jahr 2016 habe ich mir die Bestände der Sächsischen Landes- und Universitäts-Blibliothek in Dresden ("Archiv der Stimmen") gründlich angeschaut und viel heruntergeladen. Mittlerweile kenne ich die Stärken und Schwächen dieses Archives, das ungefähr 18.000 Schellackseiten zum anhören und downloaden anbietet, ziemlich gut. Ein Vorteil ist die Vielfalt: Ich habe über 200 Aufnahmen aus der as-Matrizenserie dort gefunden. Manche sind bekannt, aber es sind auch einige seltene dabei. Der Nachteil ist, dass die Seiten nur als MP3 mit 160 KB/s überspielt sind. Noch schlechter sieht es bei der Sammlung Alfred Seiser aus, die in die Bestände der SLUB übernommen wurde und etwa ein Viertel der Bestände ausmacht. Dort sind die Aufnahmen nur als 64 KB/s MP3 Ein-Kanal-Mono-Datei zu bekommen (entspricht einer Bitrate von 128 kB/s bei Zwei-Kanal-Mono). Das ist etwas anachronistisch und wäre heute viel besser zu machen. Vermutlich hapert es aber sowohl am Personal, d.h. Geld, um die Sammlungen besser zugänglich zumachen, als auch am Knowhow. Bei der Sammlung Seiser sind regelmässig auch KEINE Matrizennummern angegeben, was mich als Sammler natürlich ärgert und den Wert mancher Aufnahme schmälert. Auch bei den anderern Aufnahmen ist meist nur die Katalognummer der Aufnahme angegeben und nicht die Bestellnummer der Platte. Diese muss man sich dann aus den oft schlechten Scans der Plattenetiketten (in niedriger Auflösung!) heraussuchen, wenn sie überhaupt zu entziffern sind.
    Aber genug gemeckert: es ist immer noch die umfangreichste frei zugängliche Quelle für historische (Klassik-) Aufnahmen, und als solche möchte ich sie hier nutzen, um in meinem "as-Project" möglichst viele verschiedene Aufnahmen aus der as-Serie zusammen zu stellen.

    (NB. Die 43-seitige Diskographie kann man sich HIER herunterladen! )


    Ich beginne mit der Sängerin Hanna Müller-Rudolph. Wenn man nach ihr im Internet sucht, findet man nur die Information, dass man im Internet keine Informationen über sie findet. Die Lebensdaten sind also nicht bekannt. Ich habe alte Bühnenjahrbücher gewälzt und festgestellt, dass sie zumindest in den Jahren 1925, 1926, 1928 und 1930 in Wiesbaden an der Oper engagiert war. Leider besitze ich keine Wiesbadener Opern-Almanache (falls es überhaupt welche gab), aus denen man mehr entnehmen könnte. Auch kann ich nach den mir zur Verfügung stehenden Büchern sagen, dass sie 1918 noch nicht und 1935 nicht mehr im Bühnenjahrbuch aufgeführt wird. Irgendwann in diesem Zeitraum hat sie also in Wiesbaden gesungen und auch ein paar Plattenseiten aufgenommen. Acht Seiten in der as-Serie sind bekannt, von weiteren Aufnahmen in anderen Serien oder bei anderen Firmen weiß ich nichts. Immerhin kann ich aus meiner Sammlung ein Bild beisteuern.


    Hanna Müller-Rudolph als Pamina

    Als nächstes kommen drei Ensembleaufnahmen, deren wiederkehrende Sänger Robert Hutt (1878-1942) und Mafalda Salvatini (1888-1971) sind. Theodor Scheidl (1888-1959), der noch mehr Aufnahmen in der as-Serie gemacht hat, ist ebenfalls vertreten.



    Mafalda Salvatini in Tiefland, Leiser Nr. 848

    Dann kommen vier Titel von Delia Reinhardt (1892-1974). Sie sang von 1916 bis 1923 an der Münchner Oper und von 1924 bis 1939 an der Berliner Staatsoper. Mir als Bildersammler fällt auf, dass sich aus ihrer Münchner Zeit sehr viele Bilder finden, während aus späteren Zeiten die Bilder spärlich werden. Als ich noch Zivildienstleistender war, pflegte ich einmal eine Dame, die in den letzten Jahren des Lebens von Delia Reinhardt deren Haushälterin gewesen war. Sie erzählte mir, dass Delia Reinhardt viel gemalt habe und eine große Anhängerin der Anthroposophie Rudolph Steiners gewesen sei.

    Delia Reinhardt, Privatfoto (?) ohne Verlag

    Der Bariton Josef Groenen (1885-1959) war nur von 1915 bis 1916 offiziell an der Hofoper in Wien engagiert. 1917 bis 1944 war dann die Staatsoper Hamburg sein Wirkungsmittelpunkt, auch wenn er in den Jahren 1923 bis 1926 oft als Gast in Wien zu hören war. Aus dieser Zeit stammt wohl das Bild.


    Josef Groenen

    Über den Bass-Bariton Emil Fischer, der in Weimar sang und dort auch lebte, ist (für mich mit meinen Mitteln) nicht viel herauszufinden. Er scheint 1943 als Jude ein Opfer der Nazi-Diktatur geworden zu sein. In der Thüringer Allgemeinen findet sich ein Artikel von 2016, wo es um die Verlegung von Gedenksteinen für jüdische Opfer geht und Emil Fischer erwähnt wird. Dort heißt es:

    "Für Familie Fischer sollen an deren letzter Weimarer Wohnadresse im Hellerweg 26 sieben Steine verlegt werden. Zur Familie gehörten Emil, angesehener Opernsänger am DNT (= Deutsches National-Theater Weimar), seine Frau Ella, ihre gemeinsamen Söhne Peter und Wolf (Peter starb 1934 eines natürlichen Todes) sowie die von Ella in die Ehe eingebrachten Söhne Gerhard und Hans Albrecht Sachs. Die beiden Sachs-Brüder flüchteten Mitte der 30er-Jahre nach Argentinien beziehungsweise in die USA. Emil, Ella und Wolf kamen nach ihrer Deportation am 28. Mai 1943 im Vernichtungslager Sobibór ums Leben."

    ÜberEmmy(oder, auf den Schallplatten hier: Emmi) Leisner schreibt das Sängerlexikon:

    Leisner, Emmy, Alt, * 8.8.1885 Flensburg, † 12.1.1958 Flensburg; sie sprang mit 16 Jahren in ihrer Heimatstadt Flensburg bei einem Konzert für eine indisponierte Sängerin ein. Sie studierte dann in Berlin bei Helene Breest und wurde dort durch den berühmten Chordirigenten Hugo Rüdel entdeckt. 1911 gab sie in Berlin ihre ersten Konzerte und Liederabende, die sogleich eine ungewöhnliche Beachtung fanden. Sie sang darauf in Konzerten mit dem Leipziger Thomanerchor unter Karl Straube und hatte ursprünglich vor, eine reine Konzertkarriere zu entwickeln. Man überredete sie jedoch 1912 bei den berühmten Aufführungen unter Jacques-Dalcroze in Hellerau bei Dresden die Titelpartie im »Orpheus« von Gluck zu übernehmen, die sie 1912 mit sensationellem Erfolg zum Vortrag brachte. Darauf schlug sie nun auch eine große Bühnenkarriere ein. An der Berliner Hofoper sang sie 1913 als Antrittsrolle die Dalila in »Samson et Dalila« von Saint-Saëns und wurde danach als Amneris in »Aida« bewundert. Zu den weiteren Partien, die sie an diesem Haus sang, gehörten die Carmen, die Azucena im »Troubadour«, die Nancy in Flotows »Martha« und Aufgaben aus dem Wagner-Repertoire. Sie war 1913-21 an der Berliner Hofoper (seit 1918 Staatsoper Berlin) engagiert und gehörte 1923-25 dem Deutschen Opernhaus Berlin an. Hier wirkte sie 1923 in der Uraufführung der Oper »Holofernes« von E.N. von Reznicek mit. Bei den Festspielen von Bayreuth sang sie 1925 die Erda im Nibelungenring. Im Mittelpunkt ihrer künstlerischen Arbeit stand jedoch während ihrer gesamten Karriere ihre Konzerttätigkeit. Sie galt als eine der größten Liedersängerinnen ihrer Generation, dazu war sie eine bedeutende Bach- und Händel-Interpretin. Ihre Konzerte und Liederabende waren jahrelang Höhepunkte im deutschen wie im internationalen Musikleben. Noch 1951 trat sie in ihren Liederabenden vor das Publikum. Seit 1939 lebte sie in Kampen auf Sylt, nachdem sie mehrere Professuren an Musikhochschulen, die man ihr antrug, ausgeschlagen hatte. - Tiefe, hochmusikalische Altstimme, deren dunkler Bronzeton ebenso geschätzt wurde wie die Stilsicherheit und Ausdrucksfülle ihres Vortrages.

    Schallplattenaufnahmen auf Pathé (wohl ihre ältesten Aufnahmen, vor 1914 entstanden), Odeon, Polydor (akustisch wie elektrisch gefertigte Aufnahmen), HMV (seit 1914; 1932 nochmals die Szene der Fricka aus der »Walküre«, während des Zweiten Weltkrieges Lieder unter dem Etikett von HMV-Electrola), DGG (Siemens Spezial); unveröffentlichte Edison- Platten.

    [Nachtrag] Leisner, Emmy; wahrscheinlich fand ihr Operndebüt bereits 1911 am Hoftheater von Weimar als Erda im »Siegfried« statt. 1922-23 war sie an der Großen Volksoper in Berlin engagiert. Bei den Bayreuther Festspielen sang sie 1925 die Erda, die Waltraute und die 1. Norn im Nibelungenring. Sie gab bereits 1911 und 1912 (dann auch wieder 1921) Konzerte in Wien, 1922 in Oslo, 1928 an der Mailänder Scala, 1931 in Den Haag, 1931 und 1932 in London, 1939 in Florenz und Bologna (Hohe Messe von J.S. Bach), 1940 in Kopenhagen, 1919, 1921, 1930 und 1936 in Stockholm. 1913 nahm sie an einer großen Italien-Tournee (zusammen mit Georg A. Walter und A. van Eweyck) teil, bei der es zu Aufführungen der Matthäuspassion von J.S. Bach, u.a.in Mailand, Turin und Bologna, kam. - Ihre Schwester, Thyra Hagen- Leisner († 1938) war Sopranistin und wurde vor allem durch ihre Auftritte bei den Göttinger Händel- Festspielen bekannt. Dort sang sie 1920 die Titelrolle in der Händel-Oper »Rodelinda«, die sie bei den Festspielen von 1924 wiederholte und dazu die Romilda in »Xerxes« von Händel übernahm. Sie war seit 1914 mit Professor Oskar Hagen verheiratet, auf dessen Anregung die Göttinger Händel-Festspiele zurückgingen.

    [Lexikon: Leisner, Emmy. Kutsch/Riemens: Sängerlexikon, S. 14132 (vgl. Sängerlex. Bd. 3, S. 2038 ff.) (c) Verlag K.G. Saur]


    Emmi Leisner, Verlag Hermann Leiser Nr. 1982


    Über Tino Pattiera und Alfred Piccaver, die beide ziemlich bekannt sind, schreibe ich heute nicht ausführlicher.

    Tino Pattiera, Verlag Hermann Leiser 6622


    Als letztes geht es um den Bariton Helge (Igor) Lindberg. Das Sängerlexikon schreibt:


    Lindberg, Helge, Bariton, * 1.10.1887 Helsinki, † 3.1.1928 Wien; er studierte zuerst Violinspiel am Konservatorium von Helsinki, ging aber 1907 zur Ausbildung seiner Stimme nach München, wo er Schüler von Schinkel war. Abschluß seiner Gesangsausbildung in Florenz. Er wurde bekannt als Sänger und als Pädagoge und wirkte zuerst in Stuttgart (wo er auch in Opern auftrat), dann seit 1919 in Wien. Seine Konzertreisen führten ihn durch ganz Europa (Skandinavische Länder, Frankreich, England, Deutschland), wobei er sich vor allem als hervorragender Bach- und Händel-Interpret erwies. Seine Bedeutung liegt jedoch in erster Linie darin, daß er in den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg das weithin unbekannte Liedschaffen des finnischen Komponisten Yrjö Kilpinen in zahlreichen Liederabenden zum Vortrag brachte.

    Seine Stimme ist durch akustische Polydor-Aufnahmen aus den Jahren 1924-25 überliefert.

    [Nachtrag] Lindberg, Helge; er gab regelmäßig Konzerte in den deutschen Großstädten; u.a. in München, Köln, Frankfurt a.M., Hannover, Bremen und Berlin, auch in Budapest aufgetreten. - Weitere Schallplattenaufnahmen auf Polyphon.

    [Lexikon: Lindberg, Helge. Kutsch/Riemens: Sängerlexikon, S. 14422 (vgl. Sängerlex. Bd. 3, S. 2078 ff.) (c) Verlag K.G. Saur]

    Die meisten Bilder zum Thema Helge Lindberg im Internet beziehen sich auf den Leiter eines Tanzorchesters gleichen Namens, der von 1898 bis 1973 lebte. Das Bild unten zeigt aber den Bariton Helge Lindberg, der mit zweitem Namen Igor hieß und oben beschrieben ist. Er machte 1925 einige wenige Aufnahmen in der as/ar-Serie, die auf Nordisk Polyphon, Grammophon und später noch einmal nach seinem Tod 1928 auf dem elektrischen Grammophon-Etikett erschienen. 2008 as stammt aus meiner eigenen Sammlung und nicht aus der SLUB und passte gerade gut hier hinein. Sie erschien gekoppelt mit 2007 as.


    Helge Igor Lindberg 1917




    The as-Project (7): as-recordings from the SLUB (1)


    Hanna MÜLLER-RUDOLPH:
    442 as - Tannhäuser: Dich teure Halle (Gram. 15975)
    443 as- Elias: Höre, Israel 1. Teil (Mendelssohn) Gram. 15930
    444 as - Elias: Höre, Israel 2. Teil (Mendelssohn) Gram. 15930
    446 as - Lohengrin: Einsam in trüben Tagen (Gram. 15975)

    Emmi LEISNER und Robert HUTT:
    548 as - Troubadour: In unsere Heimat (Gram. 72747)

    Mafalda SALVATINI, Theodor SCHEIDL, Otto HELGERS, Desider ZADOR:
    669 1/2 as - Maskenball : Ach, mit der Gattin nächtlich zu schwärmen (Gram. 65642)

    Mafalda SALVATINI, Robert HUTT, Theodor SCHEIDL:
    671 1/2 as - Troubadour: Wilde Eifersucht im Herzen (Gram. 65642)

    Delia REINHARDT:
    849 3/4 as Freischütz: Leise, leise, fromme Weise (Gram. 72834)
    851 as - Lohengrin: Einsam in trüben Tagen (Gram. 72775)
    852 as - Freischütz: Und ob die Wolke (Gram. 72834)
    853 as - Boheme: Man nennt mich nur Mimi (Gr. 72788)

    Josef GROENEN:
    944 as - Dinorah: Dich rächet meine Reue (Gram. 65721)
    1031 as - Bajazzo Prolog (Gram. 65721)

    Emil FISCHER:
    1047 as - Jahreszeiten: Schon eilet froh der Ackersmann (Haydn) Gram. 19088
    1048 as - Jahreszeiten: Nun scheint in vollem Glanze der Himme (Haydn) Gram. 19088

    Emmi LEISNER:
    1068 as - Ave Maria (Schubert) 72838
    1073 as - Wo du hingehst (Becker) 72838
    1403 as - Pieta Signore (Stradella) Gram. 65777
    1404 as - Largo (Händel) Gram. 65777

    Tino PATTIERA:
    1369 as - Gioconda: Cielo e mar (Gram. 72877)
    1373 as - Don Sebastiano: In terra solo (Donizetti, Gram. 72877)

    Alfred PICCAVER:
    1378 as - Meistersinger: Preislied B 22172, 72883
    1379 as - Meistersinger: Am stillen Herd B 22173, 72883
    1390 1/2 as - Bajazzo: No, Pagliaccio non son (Gram. 72882)
    1416 as -Madame Butterfly: Addio florito asilo(Gram. 72882)

    Helge (Igor) LINDBERG:
    2007 as - Der Wanderer (Schubert) Polyphon ZS 62028
    2008 as - Die Allmacht (Schubert) Gram. 19794
    2070 as - Froh lacht die Brust in mir (Händel) Polyphon ZS 62028


    DOWNLOAD MP3




    Alfred Piccaver privat vor Aktgemälde


    Above you find 27 recordings from the as-series (and one, 2008 as, from my own collection). They come from the SLUB, the Dresden Library of the Saxon University. You can listen to and download there 18.000 shellac sides in low resolution MP3 (160 kB/s or even 64 kB/s mono) and use them free for educational and cultural purposes. I have seached through the whole stock two years ago and downloaded a lot. Here is the first fruit of this exhaustive work.

    Additional informations and photos are always welcome, especially in the case of Hanna Müller-Rudolph or Emil Fischer from Weimar.







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  • 05/02/18--00:13: The End of this Blog (?)
  • Liebe Leser!

    Ich habe mich in letzter Zeit intensiv mit der neuen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) beschäftigt, die EU-weit zum 25. Mai 2018 in Kraft tritt. Wenn man die Diskussion im Web verfolgt, entsteht der Eindruck:Viele Blogger sind verzweifelt und aufgeregt. Die, die mit ihren Blogs Geld verdienen (und seien es nur ein paar Cent für Werbebanner etc.) bemühen sich, die Richtlinien zu erfüllen. Viele Hobby-Blogger (wie ich einer bin) werden ihre Blogs schließen oder haben es in den letzten Tagen schon getan. Meine Eindruck dabei: Viele Blogger überschätzen die Schwierigkeiten bei der rechtssicheren Umstellung ihrer Blogs, und es gibt Hilfen im Internet dafür. Die meisten Blog-Plattformen bieten hier auch Hilfe an. Blogger oder Blogspot, wo mein Blog erscheint und das zu Google gehört, hat sich da mit besonderer Dickfelligkeit hervorgetan und noch keinerlei Maßnahmen angekündigt, wie sie auf das neue Gesetz reagieren wollen. So müssen z.B. Kommentatoren zu Beiträgen vor Veröffentlichung dazu einwilligen, dass ihre IP-Adresse und ihre E-Mail-Adresse von Blogspot gespeichert werden. Zu diesem Problem könnte Blogger einen kleinen Patch anbieten, aber man hüllt sich, nach allem was man liest, dort noch in Schweigen.

    Tatsache bei der ganzen Hysterie ist aber: das Thema Datensicherheit und Rechtskonformität wird sehr stark in den Blickpunkt des Interesses rücken, es drohen hohe Geldstrafen bei Verstößen, und wie die Abmahnfirmen reagieren werden und die dazugehörige Rechtsprechung, weiß man erst, wenn ein Jahr oder mehr ins Land gegangen ist. Alles in allem doch ein hohes Risiko für ein harmloses Hobby.

    Blogger leben demnäcsht gefährlich....



    Was mir persönlich bei der ganzen Beschäftigung mit dem Thema klar geworden ist: Die meisten Auflagen könnte ich erfüllen, aber ich möchte kein Impressum (mit Name und Adresse) angeben, da ich beruflich in der Öffentlichkeit stehe und nicht möchte, dass die Menschen, mit denen ich beruflich zu tun habe, auf mein Hobby aufmerksam werden oder demnächst die Einbrecher vor der Tür stehen, um sich meine Sammlung einmal näher anzusehen.

    Deshalb habe ich beschlossen, den Blog zunächst ab 25.Mai auf "privat" zu stellen. Dann können nur noch Mitglieder, die von mir eingeladen bzw. freigeschaltet wurden, auf den Blog zugreifen. Damit hätte ich die Impressumspflicht dann auf jeden Fall umgangen. Ob es dann noch Spaß macht, den Blog weiter zu führen, wird sich zeigen und hängt auch von euren Reaktionen ab.

    Ich bitte also alle, die diesen Blog weiter lesen möchten, sich ab sofort per E-Mail (recordplayer78@gmail.com) an mich zu wenden und mir mitzuteilen, dass sie gerne dafür freigeschaltet werden möchten.

    Sobald der Blog privat wird, bekommt ihr Post. Die Einladung geht dann an eure E-Mail-Adresse und ist 30 Tage gültig. Wenn ihr die Einladung annehmt, während ihr bei Google mit eurem Google-Namen angemeldet seid, könnt ihr dann weiter mitlesen.

    Ich versichere, dass ich eure Adressen nur zu diesem Zweck speichern werde und sie auf Verlangen wieder lösche. Weitere Daten werden in meinem Blog von mir nicht erhoben.


    On with the show ??


    Dear Readers,

    the new data security Regulation of the European Union is soon to come (May 25th, 2018), and with it Blogging gets more complicated and risky. High fines threaten, if you do something wrong, and nobody knows how specialized lawyers, who live from such mistakes of their fellows, will react. My solution is, that I will set my blog to "private" from May 25th on. So a maximum of 100 Readers can read it in the future, and only if I send you an Invitation.

    Please mail me until May 24th at recordplayer78@gmail.com, if you want to be one of the invited Readers!

    If and how I carry on with this blog will be decided, when I see the reactions of my Readers. Maybe I loose the fun of it, and maybe I carry it on. I will continue to occupy myself with the theme of historic recordings, but maybe the media "blog" has had its time and it is important to find new forms of publishing and sharing historical recordings. What I have in mind is creating or using a platform, where all collectors can upload their recordings and everyone can download them or listen to them. Maybe it is time to work for this project with more power than so far. And maybe I will write about this theme later.

    For now and today: please write me if you want to get access to this blog after May 25th !!!
    I will only save your mail adresses for this purpose and promise to delete them on request. (In the future, every reader must be informed on ever occasion a data is needed, which information and data of him will be saved and when it will be deleted. A measure to tame Facebook and other big players, but a strangulation for the little blogs...)






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    The public end of this blog - how to go on?

    First of all: thank you for your nice e-mails! There are by now about 40 people who will get an invitation to the private blog by the end of  May. I am really looking forward to carry on my blog, but I am also searching for new forms of Publishing. First of all: my vision of an Internet Archive, where every recording can be downloaded from, is already reality. I became a member of Archive.org, where everything you can possibly imagine will and should be archivated. During the next months I will upload my already digitized shellack 78rpm collection there (more than 1000 sides!) - for everyone to see and download.


    That's the way my collection will look like...


    The Problem is: You can find very very very many things on Archive.org - so many, that you can loose the overview. So I will have to learn to describe my recordings well, use many tags to mark them and make them findable. I will report here how I come ahead.

    I still want to write about the recordings and carry on my as-project. By now, I will save most of the articles of my blogs as PDF-files and look for a place to publish them anonymously. Maybe also in Archive.org, but I don't know yet: in the German "common text" Department there are mainly very many nazistic books published, everything from "Mein Kampf" to evil antisemitic books from the thirties and forties. I do not want that my articles appear is this milieu, but there shall be other possibilities which I do not know yet. I also became member in the Google group Symphonyshare and hope I can reach there other people interested in historical recordings, too, and make some propaganda for my recordings and articles. Maybe...

    On Archive.org, there are already more than 88.000 78rpm- and cylinder-recordings - most of them jazz, popular and low brow classics. So I will increase the level with quality opera recordings and make it more worth while for "serious" collectors. I did experiment very much the last days to find out how I can upload recordings, how I name and tag them and so on. I think, the offered services on Archive.org are quite useable, and I hope, that other collectors soon will discover this possibility, too and follow me there to build up a giant Internet Collection of opera and classical shellack recordings..

    The only pity is: over this blog which can be found by Google I have got contact with some grandsons or grandnephews of singers, who shared valuable photos and informations with me. Last year I bought a few records and photos from the estate of Tenor Josef Schöffel (who also made some recordings in the as-series). The granddaughter of him , who offered these things to me, found me over my blog. The same was with Hermann Weil and Charlotte Viereck. When this blog goes private, no longer persons who are not interested in music but in a special singer they knew, can find me and share their Knowledge with me. But maybe there will always be another way to catch up with this loss.

    For the future, I plan in this blog to carry on with my as-project and portray some singers, who recorded in the as series and some in other late acoustical series as well, like Irene Eden, Jenny Sonnenberg, Hedwig Jungkurth and Milly Stephan. So I hope I bring you a few interesting themes in the future.

    The readers who already wrote me will get an Invitation to my blog as soon as it gets private. Others who want to read on must send me a mail (as soon as possible) to recordplayer78@gmail.com to stay in the blog.

    Uploading new recordings to Archive.org
    Just have a look into the future of record collecting:
    https://archive.org/details/@emilio_de_gogorza

    You can bookmark this link: there will be more and more recordings to find there in the next time. But it is a time wasting buisiness, and I do it "by the way" while I am sitting at my writng desk.

    My Opera on Paper-blog will close, but some of the articles will be saved and published elsewhere. And the photos will be uploaded to FLICKR, together with many not earlier published photos. I am experimenting there too, but it is also a fine sight already.

    Discover FLICKR and follow me there!


    You can also bookmark this link, if you like. There is more to come to create the virtual museum I always dreamt of:

    https://www.flickr.com/people/140061259@N06/

    PS. Sorry that Blogger always corrects my English in a way that many words are written with capital letters at the beginning of the word.


    Und jetzt noch einmal auf Deutsch:

    Dieser Blog wird ab ca. 24.05.18 nur noch privat für eingeladene Leser weitergeführt. Die Auseinandersetzung mit diesem Problem hat mich beflügelt, nach weiteren Möglichkeiten zu suchen, wie man über das Internet das aufgenommene Erbe der Generationen von halbvergessenen Opernsängern der Allgemeinheit zugänglich machen kann. Dabei bin ich auf Archive.org gestoßen, wo bereits heute über 80.000 Schellack-Seiten und Zylinderaufnahmen für jedermann zum Download vorgestellt werden. Dies ist aber nur ein kleiner Teil von insgesamt 4,2 Millionen (!) Tondateien, die dort zur Verfügung gestellt werden. Darunter sind auch Radiosendungen, Hörbücher und eigene Aufnahmen von Nutzern. Das zeigt, dass das Hauptproblem sein wird, die interessanten Aufnahmen dort überhaupt zu finden. Genauso wichtig wie das sorgfältige Überspielen ist die Ausstattung der Aufnahmen mit Metadaten, den sogenannten Tags, mit denen die Aufnahmen über Suchfunktionen dann zielsicherer gefunden werden können. Darüber habe ich in den letzten Tagen intensiv nachgedacht und experimentiert, und bin im Großen und Ganzen sehr zufrieden. Ich verweise hier einmal auf "meine" Seite, die man sich ruhig in den Favoriten speichern darf, weil es sich lohnt, ab und zu einmal dort zu schauen, was es Neues gibt. Ich plane, nach und nach alle meine ca. 1400 Schellack-Seiten, die ich in den letzten acht Jahren digitalisiert habe, dort hochzuladen. Die Adresse:

    https://archive.org/details/@emilio_de_gogorza

    Meine Sammlung von Sängerbildern und andere Inhalte aus dem alten "Oper auf Papier"-Blog werde ich erst einmal auf FLICKR präsentieren. Das ist noch nicht so ganz geordnet und durchdacht, und einige Karten, die nicht gut beschnitten sind, werde ich noch einmal scannen, aber auch dort sieht es schon ganz nett aus und es wird ständig etwas dazukommen!

    https://www.flickr.com/people/140061259@N06/

    Zuletzt noch einmal der Hinweis: Wenn ihr diesen Blog weiter lesen wollt, schreibt mir bitte bis spätestens 24.05.18 eine mail an recordplayer78@gmail.com !

    Ich hoffe, ihr haltet mir weiter die Treue...










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  • 05/17/18--07:19: Arthur Nikisch as-recordings
  • Der ältere Arthur Nikisch (gestorben 23.I.1922)

    Shortly before his death, which happened on Jan. 23rd, 1922, Arthur Nikisch, the famous conductor and head of the sincere classical scene in those days, made a few recordings in the as-series. He recorded six sides with two works which were popular, even when they, in my opinon, did not give him much opportunity to let show his talents. But, to complete the as-Project, these recordings are presented here.


    I took them from the Symposium-2-CD-set, on which most oft the recorded works of Nikisch were presented. As the blog now goes private and I do not have to be so careful with the copyright, I can present you the rest oft he CDs later also here on this blog – if you like to. For now, I show you the scans oft he CD booklet, because I did not have the time yet to cope with Nikisch more in detail. And, as I am now exploring archive.org as the new home for my digitized collection, I can give you a link where you can read a book about Nikisch (in German), which was published in 1922 to honour him after his death. The link to this book: https://archive.org/details/arthurnikischleb00chev






    As far as I know, the Ungarische Rhapsodie für Orchester Nr. 1 is based on the Ungarische Rhapsodie für Klaver Nr. 14. But, as said before, I am not familiar with Liszt and do not know much about this work.





    Here is the playlist:



    Arthur Nikisch – Berliner Philharmonisches Orchester as-recordings



    639 as - Ungarische Rhapsodie Nr. 1 (Liszt) Teil 1 - Gr. 65906
    640 1/2 as - Ungarische Rhapsodie Nr. 1 (Liszt) Teil 2 - Gr. 65906
    641 as - Ungarische Rhapsodie Nr. 1 (Liszt) Teil 3 - Gr. 65907
    642 as - Ungarische Rhapsodie Nr. 1 (Liszt) Teil 4 - Gr. 65907
    643 as - Carnaval Romain - Ouvertüre 1. Teil (Berlioz) - Gr. 65609
    644 as - Carnaval Romain - Ouvertüre 2. Teil (Berlioz) - Gr. 65609

    rec. very late 1921

    DOWNLOAD MP3



    ATTENTION! This is the last article while this blog is public. I will turn it to private on May 24th. You can read it also in the future, but only after you have sent a mail to recordplayer78@gmail.com.







    Hier kommen die sechs Seiten, die Arthur Nikisch kurz vor seinem Tod aufgenommen hat, vermutlich Ende Dezember 1921. Ich habe sie von den Symposium-CDs entnommen und ein bisschen geraten, was die Aufteilung der Seiten angeht. Falls jemand die Original-Schellacks hat, darf er mich gerne korrigieren oder die Original-Überspielungen nachreichen!

    Ich habe mich weder ausführlich mit Liszt noch mit Arthur Nikisch beschäftigt. Er war aber zu seiner Zeit ein König unter den Dirigenten und wurde, wie es im Grammophon-Schallplattenkatalog steht, "als Meister geliebt, ja vergöttert". Damit man bei Interesse etwas mehr zu lesen hat, habe ich oben einen link zu einem Buch (auf deutsch) beigefügt, in dem man im Internet blättern kann. Und auf Englisch kann man es im Booklet zu den Symposium-CDs nachlesen, das ich hier auch abdrucke. (auf die Bilder klicken vergrößert diese!)






    Achtung, letzter Aufruf: Am 24.Mai schalte ich diesen Blog auf "privat" um und nur eingeladene Leser dürfen ihn weiter verfolgen und auf alte Artikel zugreifen. Damit Sie eingeladen werden, müssen Sie nur bis zum 24 Mai eine Mail an mail an recordplayer78@gmail.com schreiben!






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    As there are some hopeful future readers who mailed me more than once, here is a short note: everyone who has mailed me will stay in the list, but I am not able to answer everyone personally via mail. The invitations will be sent after the blog closes in public in two days. There are about 65 readers interested to follow me in the future and there is enough capacity for everyone. And you may also draw the attention of others to this blog in the future. If it gets more than the allowed 100 readers, I would make a parallel blog with the same content for the next 100...

    PS: You will need a Google-ID (or account), which is free of costs. Otherwise, if you do not want to be under the steady observation of Google, you and I have to renew your invitation every 30 days. That is no real problem if you save my e-mail-adress, but it is more uncomforable

    Yours sincerely

    Emilio!   (recordplayer78@gmail.com)




    Ein kurzer Hinweis: Jeder, der mir bislang gemailt hat, wird eine Einladung für den privaten Blog ab übermorgen erhalten, es ist genug Platz für jeden. Ich hoffe, ich komme mit der Technik klar und kann die Einladungen zeitnah herausschicken. Und es dürfen sich gerne noch mehr Interessenten melden, die diesen Blog weiterlesen möchten. Ab übermorgen wird es dann privat...

    PS. Man wird eine Google-ID brauchen (oder Google-account, mit Künstlernamen und Passwort), wenn man nicht alle 30 Tage die Einladung erneuern möchte. Für diese unbequemere Lösung stehe ich aber grundsätzlich auch zur Verfügung...






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